Clara Viebig
Eine Eifeldichterin?

 


Donnerstag, 29. Juli 2021, 19.00 Uhr
Eintritt 8,00 €, ermäßigt 4 €
Eine Würdigung von Heidrun Grote
und Monika Mengel im Literaturhaus
Nettersheim, Steinfelder Straße 12
53947 Nettersheim


Sie war alles andere, als eine volkstümelnde Dichterin. Clara Viebig - 1860 in Trier
geboren, gestorben 1952 in Berlin - war keine, die belanglose Geschichten erzählte.
Hochgebildet und von Hause aus privilegiert, wollte sie etwas bewirken. Von Emile Zola
beeinflusst, begriff sie sich als sozial engagierte Schriftstellerin: „Man muss schreiben,
ohne Rücksicht, ohne Furcht, ohne scheues Bedenken - nur ehrlich, ehrlich!“
Im Zentrum ihres Werkes, in ihren Romanen, Novellen, Erzählungen und Theaterstücken,
stehen h ufig Frauen. Für deren Benachteiligung machte Clara Viebig speziell
die Kirche verantwortlich und wurde dafür von der Kanzel aus verunglimpft. Um die
Welt zu studieren, war Clara Viebig viel auf Reisen. Und sie lebte in Berlin, wo sie mit
Intellektuellen, Künstlern und SchriftstellerInnen ihrer Zeit verkehrte.
„Das Weiberdorf“, ihr Bestseller, löste einen Skandal aus, in der Eifel wurden ihr sogar
Prügel angedroht. Andere Romane spielen im heutigen Polen und im Berliner Großstadtmilieu.
Auch da widmet sie sich – heute würde man sagen – sozialen Brennpunkten.
Jahre lang geriet sie in Vergessenheit, heute wird ihr Werk wieder gewürdigt, besonders
in der Eifel. Nicht zuletzt, weil es der engagierten Schriftstellerin zu verdanken ist, dass
aus dem viel geschmähten „rheinischen Sibirien“ eine Landschaft für Literaten wurde.
Die Hörfunkjournalistin und Moderatorin Monika Mengel und die Schauspielerin und Leiterin der
Theaterschule Nettersheim, Heidrun Grote, erinnern an die bekannte und die weniger bekannte Dichterin
Clara Viebig.


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